Strukturen für Vektorgrafiken selber erstellen – Ein kleines Tutorial

Strukturen für Vektorgrafiken selber erstellen – Ein kleines Tutorial

Ich habe diesen Tukan erstellt und nun fehlt noch ein geeigneter Hintergrund. Nur eine einfarbige Farbfläche wäre mir in diesem Fall aber zu langweilig,  daher möchte ich diese zusätzlich noch mit einer kleinen Struktur versehen.

Man kann sehr schöne Strukturen direkt selber in Vektorprogrammen wie Adobe Illustrator oder Corel Draw erstellen. Oft  werden diese aber sehr gradlinig. In diesem kleinen Tutorial zeige ich, wie man Strukturen auch etwas anders erstellen kann. Und Spaß macht es auch! 🙂

Vektormuster Tutorial

Zuerst benötige ich Linoldruckfarbe und eine kleine Farbrolle,  mit der man die Farbe auftragen kann. Schwarze bzw. dunkle Farbe ist in diesem Fall von Vorteil, weil es das Scannen und die Bearbeitung nachher vereinfacht. 🙂

Nun trägt man einfach etwas Farbe auf einen stabilen Untergrund auf und rollt solange über die Farbe, bis diese einigermaßen gut verteilt ist. Mit der Rolle ansich lassen sich auch wunderbar Strukturen für Illustrationen auf Pixelbasis gestalten. Heute wird die Gummirolle aber nur dazu benutzt um die Farbe gleichmäßig zu verteilen.

Vektormuster Tutorial

Materialen zum „Drucken“ sind:

Heftklammer

Schraubverschluss

Bierdeckel

 

Ich schaue immer spontan, welche Dinge gerade auf dem Schreibtisch liegen oder ich im Hasuhalt da habe und teste dann fröhlich aus, was gute Strukturen ergibt.

 

Die Heftklammer kommt als erstes zum Einsatz.  Abwechselnd tupfe ich diese in die ausgerollte Farbe und dann auf ein Blatt Papier. Nun heißt es einfach tupfen, tupfen und wieder tupfen.  😉

Vektormuster Tutorial
Vektormuster Tutorial

Es dauert zwar etwas, aber irgendwann sieht es dann schon nach Struktur aus. 🙂

Man muss wirklich nicht zu perfekt arbeiten, dieses unperfekte macht die Struktur nachher intressant, alles andere hätte man ja direkt im Vektorenprogramm erstellen können. 😉

Das betupfte Blatt Papiermuss nun trocknen. Nun geht es mit dem Schraubverschluss weiter. Das ergibt zwar auch wieder gedruckte Punkte, aber Strukturen aus Punkten kann man nie genug haben. 🙂

Vektormuster Tutorial
Vektormuster Tutorial

Nun ist der Bierdeckel dran, hier tupfe ich nur mit der Kante in die Farbe und drucke dann nach und nach Linien auf ein Blatt Papier.

Und so sehen dann die gedruckten Strukturen aus.

Danach geht es ans Scannen.
Ich scanne die Bilder als schwarz/weiß Zeichnung mit 600dpi ein.

Danach platziere ich das eingescannte Bild in Adobe Illustrator.

Vektormuster Tutorial
Vektormuster Tutorial

Nun markiere ich das platzierte Bild und öffne das Fenster „Bildnachzeichner“.

Dort stelle ich ein:

Vorgabe: Hohe Fototreue oder das, was mir am ehesten in der Vorschau zusagt
Modus: schwarz/weiß

Wichtig ist noch unter
„Erweitert“ -> „Optionen“ -> „Weiß ignorieren“ anzuklicken und dann auf „Nachzeichnen“.

Und schwubs habe ich eigentlich schon alle schwarzen Elemente vektorisiert und das Weiß ist verschwunden.

Nun lassen sich alle Punkte ganz normal, wie alle anderen Vektorobjekte auch, einfärben und bearbeiten. Ich speichere meine vektorisierten Strukturen meistens als Datei und zustätzlich als PDF ab, dann kann man diese auch in anderen Programmen wie z.B. Corel Draw einsetzen.

Vektormuster Tutorial
Vektormuster Tutorial

Die Struktur habe ich dann noch einige Male dupliziert, denn ich wollte kleinere Punkte als in der Originalstruktur haben und diese dann in meine Illustration eingefügt. Das ist der große Vorteil, wenn man Strukturen auf Vektorbasis hat, da ist vergrößern, verkleinern, einzelne Elemente löschen oder duplizieren, gar kein Thema. 🙂

Und so sieht dann die fertige Illustration inklusive Struktur aus. 🙂

Kreative Grüße von
Ilka 🙂

Mut zum Liniensalat – Keine Angst vor Skizzen

Mut zum Liniensalat – Keine Angst vor Skizzen

Heute verrate ich ein kleines Geheimnis: Meine ersten Skizzen sehen manchmal ganz schön chaotisch aus! 😉

Teilweise ist das wirklich ein richtiger Liniensalat, wo nur ich noch wirklich durchblicke. Wenn mir eine Idee für eine Illustration in den Sinn kommt, zeichne ich diese oft relativ schnell und grob auf. So geht mir die Idee nicht verloren, auch wenn ich diese nicht sofort bis zur fertigen Illustratiom umsetzen kann. Außerdem steht das grobe Gerüst schon einmal, worauf ich in der nächsten Skizzenphase dann aufbauen kann.

Wenn ich Skizzen digital, z.B. als Vektordatei umsetze, reicht mir oft auch schon so eine grobe Skizze aus. Kleine Änderungen setze ich dann während der Digitalisierung direkt um. Da hat sich bei mir im Laufe der Jahre so eine gewisse Routine entwickelt. 🙂

Vor ein paar Tagen brauchte ich einen hüpfenden Frosch. Links sieht man meine erste Skizze, die ich dann eingescannt und als Vektordatei umgesetzt habe.

hüpfender Frosch
hüpfender Frosch

Bei aufwendigen Illustrationen oder Skizzen, die Kunden zur Ansicht bekommen, überarbeite ich so grobe Skizze natürlich noch einmal, denn so einen Liniensalat kann man ja keinem Menschen zumuten. 😉 Außerdem kann man bei der Ausarbeitung so einer groben Skizze auch noch viel ausprobieren. Vielleicht ist ein anderer Gesichtsausdruck bei einer Person treffender? Oder man fügt noch Kleinigkeiten hinzu, die die Illustration lebendiger machen. Alles kein Thema! Dazu ist die Skizzenphase ja da. 🙂

Man sollte sich auch nicht scheuen, mehrere Zwischenschritte einzulegen, manchmal fertige ich sogar eine richtige „Reinzeichnung“ einer Skizze an. So weiß ich, dass gewisse Proportionen auch stimmig sind, bevor ich an die richtige Reichnzeichnung oder digitale Umsetzung gehe. Es kommt aber immer auf die Illustration und den Umfang an, wie viele Skizzenzwischenschritte sinnvoll sind. Das sollte man ganz individuell für sich und die jeweilige Illustration entscheiden.

Tipps und Tricks

Kleine Tipps:

– Ein Leuchttisch ist super für die Ausarbeitung von Skizzen. So kann man seine erste Skizzen immer wieder „abpausen“ und verfeinern. Und wer keinen Leuchttisch hat, der hat vielleicht einen Glastisch zu Hause und stellt darunter einfach eine Schreibtischlampe? Klappt auch super!

–  Skizzen müssen keine Meisterwerke sein! Die ersten Skizze sollte man so locker wie möglich einfach hinkritzeln. So bekommt die Zeichnung Dynamik und kleine Änderungen kann man später immer noch machen.

–   Die erste Skizze sie aus, wie ein chaotisches Knäuel an Linien? Völlig egal! Die ersten Skizze sieht in der Regel ja niemand. 🙂 Also einfach loslegen und keine Angst vor dem Liniensalat! 😉

Kreative Grüße von
Ilka

Skizze Bauernhof
Illustration Bauernhof
Ich mag Postkarten und versende sie gerne!

Ich mag Postkarten und versende sie gerne!

Postkarte viele Grüße

Auch wenn die überwiegende Kommunikation mit Verlagen und Kunden per Mail abläuft, so gibt es doch hin und wieder einige Dinge, die ich per Post schicke. Manchmal schreibe ich noch etwas dazu, oft sind es aber nur ein paar Grußworte, weil man ja z.B. Vertragsfragen usw. eh schon vorher abgeklärt hat. Ein kurzer Gruß, auf meinem Briefpapier (einer Din A 4 Seite), sah aber immer etwas verloren aus.

Ich hätte natürlich auch eine kleinere Version meines Briefpapiers, einfach als Notizzettel gestalten können. Mit der Zeit bin ich jedoch dazu übergegangen, dass ich für diese kleineren Notizen nun Postkarten verwende. Einerseits kann man diese auch einfach so mal verschicken, andererseits mag ich es einfach, diese Postkarten zu gestalten. 🙂 Alle paar Monate gönne ich mir eine kleine Auflage mit einem neuen Motiv und lege diese dann mit ein paar geschriebenen Zeilen z.B. meinem aktuellen Portfolio bei.

Oben zu sehen ist übrigens die Postkarte, die ich die letzten Monate verwendet habe. Aktuell verwende ich eine neuere Karte, passend zum neuen Jahr! 🙂

Hier einige Tipps von mir zu dem Thema Postkartengestaltung.

Postkarte viele Grüße

 

– Wem wird die Postkarte geschickt und wann?

Das Motiv wählt man optimalerweise danach aus, was die Personengruppe anspricht, denen man eine Postkarte schicken möchte. Kann man nicht richtig einschätzen, was diese Personengruppe mag oder sind es sehr unterschiedliche Personen, dann wähle ich z.B. ein Motiv aus, das meine Arbeiten repräsentiert.

– Es muss nicht immer eine große Auflage sein.

Auch wenn es reizvoll erscheint, dass man für nur wenige Euros mehr, direkt massig Postkarten drucken lassen kann, es ist sinnvoll zu überschlagen, wie viele Postkarten man wirklich benötigt. Was nützen einem 1000 Postkarten, wenn man nur 50 verschickt und dann 950 Postkarten irgendwo lagern muss? Ein kleiner Puffer ist gut, dass man ein paar mehr Postkarten hat, als man definitiv braucht, aber keine Massen. 🙂

–  Keine Ahnung von der Druckvorstufe? Ab zum Profi!

Ich habe eine Ausbildung als Mediengestalterin und kenne mich mit der Druckvorstufe aus. 🙂 Wenn man bisher aber noch nie Druckdaten erstellt hat, dann ist es empfehlenswert einen Profi die Arbeit zu überlassen. Entweder lässt man sich in einer Druckerei beraten oder sucht sich einen Grafiker seines Vertrauens, der einem sicher weiterhelfen kann. Und auch, wenn die Postkarten dann im Endeffekt etwas teuer werden, die Profis sind dazu da, damit man als Kunde sich nicht noch in die Materie reinfuchsen muss, das erspart Zeit und schont die Nerven.  😉

Kreative Grüße von
Ilka