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Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Christine Reguigne

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Christine Reguigne

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Christine Reguigne

 

In meiner Interviewreihe „Kreative Kollegen kreieren coolen Kram“ durfte ich die wunderbare Christine Reguigne interviewen. Christine ist die Inhaberin von „Die Rätselschmiede“ und sie vermittelt Rätsel von Illustratoren und Künstler an verschiedenste Zeitschriften. Einige meiner Rätsel hat sie auch schon in die Zeitschriftenwelt gebracht. Die Zusammenarbeit ist mit ihr immer ein herzlicher und schöner Austausch. Allein deswegen musst Du dieses tolle Interview mit ihr unbedingt lesen. 😉

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

Hallo, ich bin Christine, Jahrgang 66, und lebe seit 15 Jahren hoch oben im Taunus, wo es im Winter noch wunderbaren Schnee gibt. Nach einigen verschiedenen Angestellten-Jobs habe ich mich vor über 20 Jahren mit einer Rätselagentur für Printmedien, der Rätselschmiede, selbstständig gemacht. Was ganz klein anfing, ist inzwischen eine gut laufende Agentur mit ganz unterschiedlichen Kunden aus dem Bereich Zeitungen, Kundenmagazinen, Zeitschriften oder auch Werbeflyern. Mit einem wunderbaren Team von freien Künstlern biete ich ein buntes Sortiment von Schwedenrätsel, Kinderrätsel, Kolumnen, Horoskope, Comics und vielem mehr. Und ich muss schon sagen, es ist ein toller Job. Wer darf schon den ganzen Tag Rätsel lösen – oder sich ausdenken?

Mein zweiter Herzensjob ist das überregionale Frauennetzwerk, was ich vor 10 Jahren gegründet habe, die „Desperate Workwives – von Verzweiflung keine Spur“. Eine bunte Mischung querbeet durch alle Alters- und Berufsgruppen, mit einem sehr aktivem Online-Forum und einem bunten Offline-Leben. Gerade wenn man wie ich den ganzen Tag im Home-Office arbeitet, fehlen oft die Kollegen, der Tratsch zwischendurch, aber auch das Brainstorming mit anderen. Wer also ein wirklich klasse Netzwerk sucht, schaut gerne mal rein.

2. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Ich bin leider keine Illustratorin, mir gehen da jegliche Fähigkeiten ab. Aber ich hätte gerne mehr Kreativität in meinem Job. Da muss ich schon aufpassen, dass vor lauter „normalen Arbeiten“ wie Kundenakquise, Auftragsbearbeitung oder Steuer- und Verwaltungsarbeiten noch ausreichend Zeit bleibt, dass man selbst kreativ sein kann. Ich liebe es, mir neue Rätsel auszudenken oder grafisch zusammenzubasteln.
Und am besten kann ich das, wenn mein leider immer viel zu voller To-Do-Zettel abgearbeitet ist, ich mir einen frischen Vanille-Tee gekocht habe und der ganze Nachmittag nur für kreative Arbeiten gebloggt ist.
Aber fast noch kreativer werde ich, wenn ich eine richtig doofe Aufgabe erledigen muss und alles mehr Spaß macht, als das. Dann kommen mir immer die besten Ideen. Aufschieberitis macht kreativ!

 

3. Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Ich bin sehr viel im Netz unterwegs und stoße da oft auch auf Seiten, die ich gar nicht gesucht habe. Die mich aber direkt inspirieren oder zum Nachdenken anregen. Und ich meine jetzt gar nicht so typische Seiten wie Pinterest oder Instagram. Es sind eher Bilder oder Texte, die gar nicht als Inspiration gedacht waren, die aber irgendwas bei mir zum Brummen bringen.

 

4. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten 😉 ). Welche hast Du?

Eine Macke, da muss ich mal überlegen 🙂 Ich weiß nicht, ob es als Macke gilt, aber ich bin extrem ungeduldig, wenn ich mir erst mal etwas in den Kopf gesetzt habe. Wenn ich um 9 Uhr eine Idee habe, dann will ich diese bis 10 Uhr umsetzen. Und wenn man dann auf Dritte angewiesen ist, dann macht mich das völlig irre, wenn diese nicht in die Pötte kommen. Darum arbeite ich auch am liebsten alleine, da kann ich mein eigenes Tempo vorgeben. Aber das geht natürlich nicht immer.

 

5. Verbreitest Du in der Regal kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

Ganz klar: Ordnung. Ich liebe Ordnung. Bei mir muss immer alles sauber und sehr sortiert sein. Jeden Morgen mache ich mir einen Tagesplan und räume den Schreibtisch auf. Wenn hier Chaos herrscht, verliere ich direkt die Übersicht und auch die Lust am Arbeiten.

 

6. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Einmal hat mir ein Apotheker ein Gratisheftchen sehr ans Herz gelegt. Es wären richtig tolle Rätsel drin. „Ja, die sind von mir.“ Stolz wie Bolle! Die Reaktionen sind immer genial, wenn ich erzähle, was ich hauptberuflich mache.

 

7. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Die Selbstständigkeit. Die Freiheit, dann zu arbeiten, wann ich möchte. Die Freiheit, so viel oder wenig zu arbeiten, wie ich möchte. Die Mischung aus Kopfarbeit und Kreativität. Und kein cholerischer Chef im Hintergrund mit wirren Anweisungen. Ich muss für alles selbst gerade stehen, das gefällt mir sehr gut. Und ich liebe es, mir neue Sachen auszudenken, mich technisch irgendwo einzuarbeiten, wirre Ideen zu entwickeln.
Was ich aber auch liebe: Wenn ich einem meiner Künstler sagen kann, dass wieder etwas von ihm oder ihr abgedruckt wurde. Das macht mich froh und stolz. Der Markt ist nicht leicht und es gibt wie überall viele Billiganbieter. Aber da macht meine Agentur nicht mit, wir vermitteln nur qualitativ hochwertige Arbeit. Ist aber nicht immer einfach.

 

8. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Wenn es dir wirklich wichtig ist, dann leg los. Es ist kaum etwas schlimmer, als irgendwann auf vertane Chancen zu blicken und unzufrieden mit sich selbst zu sein. Und hole dir so viel Hilfe, wie du bekommen kannst. Ehrliche Meinungen von Leuten, die sich auskennen. Höre dir alles an … und dann entscheide selbst 🙂

Höre nicht nur auf deine Freunde und Familie, die es oft nicht verstehen, was man da eigentlich macht. Oder dir ein verklärtes Feedback geben.

 

9. Auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich habe viel mit Illustratoren und Illustratorinnen zu tun. Leider kann ich kaum einen geraden Strich zeichnen, darum habe ich mich schon gleich zu Beginn der Rätselschmiede mit Zeichnern zusammengetan, die für mich zeichnen. Anfangs nur nach meinen Vorgaben. Und ich habe dann ein komplettes Rätsel daraus erstellt. Schon bald hat die Agentur aber auch fertige Rätsel von Illustratoren angeboten. Zum Beispiel auch Rätsel von Ilka 🙂

 

10. Gibt es berufliche Ideen, Projekte in der nahen Zukunft, von denen Du uns schon erzählen möchtest/darfst? Wofür brennst Du beruflich gerade?

Derzeit arbeite ich an einer größeren Werbeaktion für die Rätselschmiede. Da will ich aber nicht zu viel verraten. Natürlich merke auch ich die Schwierigkeiten in den Printmedien und muss da immer gegensteuern.

Richtig brennen tue ich aber derzeit mehr für das Frauennetzwerk. Wir feiern in diesem Jahr unseren 10.ten Geburtstag, was für das schnelllebige Internet eine wirklich lange Zeit ist. Und dies natürlich mit einem rauschenden Fest. Dies bin ich derzeit am Organisieren und habe richtig Spaß daran.

 

Lieben Dank an Christine Reguine für dieses tolle Interview. 🙂

Links (Werbung)

Die Rätselschmiede
Unterhaltung für Printmedien
www.raetselschmiede.de

Desperate Workwives
Das unverzweifelte Frauennetzwerk
www.desperate-workwives.net

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Melanie Kraft

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Melanie Kraft

Melanie Kraft im Interview

 

Melanie Kraft illustriert wunderbare Illustrationen für Kinderbücher. Ich freue mich, dass das mit dem Interview geklappt hat, aber les´selber. 🙂

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

Hi, ich bin Melanie, Erzieherin und Illustratorin aus dem schönen Rhein-Neckar-Kreis.
Neben dem Erzieherinnenberuf absolvierte ich ein Fernstudium in der Fachrichtung Kunst, bei dem Illustration einer der Schwerpunkte war. Den Beruf als Illustratorin übte ich viele Jahre eher als Hobby und nebenberuflich aus.
Im letzten Jahr habe ich mein Traum wahr werden lassen und mich hauptberuflich als Illustratorin für den Kinderbereich selbständig gemacht. YAAAAY!

2. Auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich illustriere hauptsächlich für Kinder im Kindergarten- bis Grundschulalter.
Ganz besonders liebe ich es Tiere, Fabelwesen und fantasievolle Charaktere zu zeichnen und ihnen mit einer gewissen Niedlichkeit, aber auch Witz Leben einzuhauchen.
Ich mochte es selbst schon als Kind mich in andere Charaktere hineinzuversetzen und in andere Welten gedanklich einzutauchen. Das ist bis heute so geblieben. Hihi! 😊
Dieses Gefühl anderen jungen und junggebliebenen Menschen zu ermöglichen erfüllt mein Herz.

 

3. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Nachdem ich alle lästigen TOPS erledigt habe und mein Kopf wieder frei ist, kann ich mein „Kreativ-Türchen“ öffnen.
Sobald ich mich allerdings in der Natur aufhalte und dann noch wahnsinnig tolle, phantasievolle Gespräche mit meinem Mann austausche, fluppen die kreativen Ideen sofort in mein Hirn und können auch schon mal alle öden Alltagserledigungen SOFORT beiseite schieben. Find ich immer wieder verblüffend, aber auch richtig schön.

 

4.Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Tatsächlich inspiriert mich vor allem die Natur, die Tier- und Pflanzenwelt, die langjährige Arbeit mit Kindern, die Denkanstöße und Ideen meines Mannes, Filme, Musik und auch ganz einfach viele tolle Arbeiten anderer Kolleginnen und Künstler auf Pinterest oder Instagram.
Als Erzieherin besitze ich eine Menge Bilderbücher, die ich gerne immer wieder anschaue oder verbringe Zeit in der örtlichen Bibliothek.

 

5. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten 😉 ). Welche hast Du?

Ganz klar: mein Perfektionismus! Oft verzettel ich mich in kleinste Details und werde dann ungeduldig, wenn ich mich zu lange an etwas aufgehalten habe.
Ich sehe dann oft kein Ende bis alles sitzt und ich zufrieden bin. Zum Glück sorgen meine beiden Kater gerne mal für eine Zwangspause, indem sie mich an ihre regelmäßige Knuddel- und Schmusezeit erinnern. Miau! 😊

 

6. Verbreitest Du in der Regel kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

Ordnung gehört zu meinen wichtigsten Voraussetzungen, um einen produktiven Arbeitstag oder Arbeitsschritt zu beginnen.
Natürlich ist mein Schreibtisch während eines Projektes überladen, aber doch herrscht für mich eine absolute Struktur, um effektiv zu arbeiten.
Ich plane meine Woche immer grob durch und versuche am Ende meine Tagesziele zu erreichen.
Außerdem mag ich es, wenn meine Umgebung, in der ich arbeite, schön dekoriert ist, vielleicht ein Kerzchen brennt, Musik, oder je nach Arbeitsschritt, ein Podcast oder Hörspiel läuft.

 

7. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Mmh, kurioses ist mir bisher noch nicht wirklich passiert. Außer man kann die Verwechslung zwischen Grafiktablet und einem Blatt Papier in ihrer Handhabung als kurios bezeichnen. 😊
Als ich noch analog zeichnete fand ich meinen Pinsel oft wieder in meiner Teetasse. Seit ich digital arbeite passiert es mir hin und wieder, dass ich bestimmte Fingerbewegungen auf einer analogen Skizze mache!

 

8. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Einfach absolut ALLES!! Es war schon immer mein Traum mit meiner Leidenschaft Geld zu verdienen. Während des Zeichnens kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich liebe es einfach meine Ideen, mein Kopfkino von innen nach außen zu bringen und festzuhalten. Das war schon immer so seit ich einen Stift halten konnte.
Man kann mit der Kunst und dem Zeichnen so vieles wiederspiegeln, verarbeiten und sichtbar machen. Einfach Wahnsinn.
Vor allem liebe ich es aber, dass ich Kindern und anderen junggebliebenen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ihre Sprache dabei fördern kann. Spielerisch lernen und das mit Spaß. Was gibt es Schöneres?
Es ist für mich so toll anderen und besonders Kindern helfen können zu wachsen und das mit Hilfe meiner Kunst, meiner Leidenschaft. Win-win sozusagen, oder? 😊
Natürlich gehört der Punkt „mein eigener Chef“ und zeitlich flexibel zu sein zu weiteren genialen Vorteilen meines Berufes, was ich nicht mehr missen wollte. Das ist für mich die Kirsche auf der Sahnetorte. 😉

 

9. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Da habe ich so einige:

  • Sei mutig und zeige was du magst, was du kannst
  • Nehme Kritik an und wachse daran
  • Üben, üben, üben
  • Vernetze dich und schließe Kontakte zu anderen Kreativen, online und offline
  • Hab Geduld und gebe nicht auf
  • Sei dir und deiner Arbeit bewusst was es heißt „wert“ zu sein, denn du erschaffst mit deiner Kunst etwas ganz Besonderes!

 

10. Mit welchen Materialien arbeitest Du?

Mittlerweile arbeite ich digital mit einem Windows Surface und Photoshop. Manchmal entstehen meine Skizzen vorher analog mit einem Bleistift und Notizbuch.

 

11. Aller Anfang ist ja schwer, wie hast Du es geschafft so gut zeichnen zu können? Hast Du Tipps wie man seine Zeichenskills verbessern kann?

Ich zeichne schon gefühlt mein Leben lang und meine Malentwicklung wächst stetig weiter.
Ganz besonders große Schritte habe ich bemerkt, seit ich wieder mehr Zeit in meine Leidenschaft investiere und neue Techniken ausprobiere.
Ich recherchiere, beobachte viel und schaue mir auch gerne die Arbeiten anderer Künstler und Kollegen an, die in einem ähnlichen Stil wie ich zeichnen.

„Zeichne jeden Tag und du wirst Erfolge erkennen!“

 

12. Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du in Deinem beruflichen Kontext als Illustrator gerne noch (oder noch besser) können? Welche/s Projekt/Geschichte würdest Du gerne mal illustrieren?

Boa, so vieles! Ich bin sowieso ein Junkie was „neues lernen“ und „Wissen erweitern“ angeht.
Aber ich habe auch gelernt sich mit einer Sache erst einmal vertraut zu machen und sicher zu sein, bevor etwas Neues hinzukommen soll.
Ganz besonders besser werden möchte ich im „leichteren, mutigeren und schnelleren Arbeiten“, um effektiver zu sein. Meine „Perfektionismus-Macke“ verringern sozusagen. 😊
Ich möchte mich in Zukunft mit Vektorgrafiken, Schriften und Animation beschäftigen. Aber das hat noch ein bissl Zeit! 😉
Super gerne würde ich mal eine Weihnachts-Geschichte mit Tieren illustrieren oder ein Spiel mit zauberhaften Fabelwesen oder Monsterchen! Mal sehen was hoffentlich noch so kommt! 😊

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Interview mit der wunderbaren Carola Sturm – Kreative Kollegen kreieren koolen Kram – Weihnachtspsezial

 

Carola sturm illustriert so wunderschöne Illustrationen für Kinderbücher und ich mag ihre Aquarellbilder so gerne, da musste ich sie einfach fragen, ob sie zu einem Interview bereit wäre und hier ist das wunderbare, sehr informative, Interview mit Ihr. 🙂 Viel Spaß beim Lesen! 🙂

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

Ich arbeite jetzt seit fast 25 Jahren als Illustratorin. Davor habe ich Kommunikationsdesign studiert und drei Jahre in einer Werbeagentur gearbeitet bis meine erste Tochter das Licht der Welt erblickte. Für sie illustrierte ich ein Papp-Bilderbuch „Télumée’s Mäusebuch“, das 1996 im Baumhausverlag veröffentlicht wurde und habe mich als Illustratorin selbstständig gemacht. In den Kinderbuchbereich bin ich so nach und nach reingewachsen, habe mal hier und da ein Buch illustriert, auch viel für Bastelzeitschriften Bastelmotive, Malvoralgen etc. entworfen, auch mal Werbliches illustriert. Im Jahr 2000 kam meine 2. Tochter zur Welt, dann war Jonglieren angesagt, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Eine herausfordernde aber auch wunderschöne Zeit. Mittlerweile sind meine Mädels groß und ich kann mich voll auf das Illustrieren konzentrieren.

2. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Wenn die Wohnung aufgeräumt ist, möglichst auch der Papierkram erledigt, ich etwas gutes gegessen habe und ich auch genug Freizeit habe, mal in der Sonne zu sitzen, Fahrrad zu fahren, Freunde treffen… Für kreatives Arbeiten ist es wichtig, gut auf sich zu achten.

 

3. Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Inspiration finde ich überall, ich kann gar nicht anders, als irgendwo etwas Schönes zu entdecken. Besonders inspirierend ist die Natur, die Jahreszeiten, meine beiden Töchter und unser Hund. Auch Malerei, besonders die Impressionisten finde ich sehr inspirierend oder schöne Gedanken, Filme, Fotos und viele Kollegen hier auf Insta.

 

4. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten;) ). Welche hast Du?

Manchmal bin ich zu perfektionistisch, wenn ich merke, dass ich mich zu sehr im Detail verliere, ists gut, ne Pause zu einzulegen. Zwischendurch tanze ich gern oder mache Yoga um den Kopf frei zu bekommen. Das viele Sitzen mag ich eigentlich überhaupt nicht, darum bin ich froh, dass ich meine Hündin habe, die dafür sorgt, dass ich regelmäßig raus komme.

 

5. Verbreitest Du in der Regel kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

So eine gewisse Grundordnung mag ich lieber, ist aber ok. wenn die Zeichentische im Laufe eines Buchprojektes langsam zu wachsen. Nach Abgabe räume ich so schnell wie möglich auf.

 

6. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Das Kurioseste ist es, Weihnachtsmusik im Sommer zu hören, um mich in Stimmung für Weihnachtsillustrationen zu bringen, meine armen Töchter „Mamaaa, schon wieder Weihnachtsmusik“ 😀 Manchmal brennt mein Essen an, weil eben gerade nur noch gaaaanz kurz eine Skizze mache, damit die Idee nicht verloren geht. Naja, das Essen meldet sich dann… Ansonsten ist der Illustratorenberuf nicht so besonders kurios, außer dass ich den ganzen Tag zu Hause bin und Außenstehenden nicht klar ist, dass richtig viel Arbeit dahintersteckt.

 

7. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Ich finde es schön, dass ich dieses Zauberhafte und die Geborgenheit, die ich als Kind in Büchern gesehen habe, heute mit meinen Illustrationen an Kinder und Erwachsene weitergeben kann.
Das zu Hause Arbeiten ist klasse und sogar umweltfreundlich, ich habe keine An-und Abfahrtszeiten zur Arbeit. Früher war das Homeoffice auch praktisch, weil ich so immer für die Kinder da sein konnte, meistens jedenfalls. Überhaupt war das schön, als sie noch zu Hause wohnten, da hatte ich immer gleich die Zielgruppe zum Fragen da.
Ansonsten ist es ein Geschenk, mich mit schönen Dingen und Illustrieren beschäftigen zu können und meine Zeit frei einzuteilen.

 

8. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Seid Euch Eures Wertes bewusst! Wir Kreativen erschaffen jeden Tag etwas Neues, das es so vorher noch nicht gab. Wir haben etwas besonderes zu geben, das Gold wert ist. Ich muss mich da auch immer mal wieder dran erinnern.
Vernetzt Euch, trefft Kollegen und tretet bei Illustratorenorganisation ( IO ) bei, das gibt viel Rückhalt.
Bleibt dran, behaltet Euer Ziel im Auge und im Herzen, auch wenn es am Anfang nicht gleich so bombig läuft. Es braucht ein bisschen Zeit, in das kreative Arbeiten rein zu wachsen.

 

9. Wenn Du selber Illustrator/in bist, auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich habe mich auf Kinderbücher spezialisiert, weil ich als Kind diese klassischen Bilderbücher so liebte, wie z.B. „Die Wurzelkinder“, „Die Himmelsküche“ und viele andere alte Märchenbücher mit Feen, Elfen, Wichteln, Engeln usw. Hatte als Kind schon ein Weihnachtsbuch illustriert, naja, eine Ansammlung von weihnachtlichen Zeichnungen im A4 Format mit Faden zusammengebunden. Leider ist’s verschollen.

 

10. Mit welchen Materialien arbeitest Du?

Ich arbeite eher analog. Skizzen mache ich mit Graphitstift und Fineliner, die eingescannten Skizzen setze ich digital ins Layout ein und wenn alles freigegeben ist, übertrage ich die Layouts am Leuchttisch mit Tusche und Feder aufs Aquarellpapier. Dann kommt meine Lieblingsarbeit, das Malen mit Aquarell.

 

11. Und da dies ein Weihnachtsspecial ist, dürfen natürlich ein paar Fragen zu diesem Thema auch nicht fehlen. 😉 Hast Du schon einmal ein Projekt zum Thema Weihnachten illustriert? Wenn ja, welches? Was waren die Herausforderungen dabei?

Passend zum Weihnachtsspecial, Weihnachten ist mein allerliebstes Illustrations-Thema.
Bis jetzt habe ich 12 Weihnachtsbücher illustriert, da war alles dabei: Geschenkbuch, Stickerbuch, Bastelbuch, Ausschneidebuch, Bilderbuch, dann noch einige Weihnachts-Cover-Illus und in dem Sammelband „Skandinavische Weihnachten“ bin ich auch mit Illustrationen dabei.
Die spezielle Herausforderung bei Weihnachtsbüchern ist eigentlich nur, im Frühling oder Sommer auf Weihnachtsstimmung umzuschalten, weil sie oft außerhalb der Saison illustriert werden. Ein paar mal kam es vor, dass ich Weihnachtsbücher tatsächlich im Herbst oder Winter illustriert habe, das war schön.

 

12. Welches Projekt zum Thema Winter oder Weihnachten hast Du schon einmal illustriert oder würdest Du gerne mal illustrieren?

Meine Lieblingsweihnachtsbücher, die ich illustriert habe sind: „Aus dem Tagebuch eines Schutzengels“ Ars Edition, „Mein Weihnachtsbackbuch“ Kaufmann Verlag, „Nele backt für Weihnachten“ cbj, „Der Weihnachtsmann wartet auf Schnee“ Pixibuch und „Ein Löwe unterm Tannenbaum“ Loewe Verlag.
Dieses Jahr sind zwei Illus von mir in „Das große Buch der Weihnacht“ Oetinger.
Das nächste Weihnachtsbuch von mir wird es wohl erst 2021 geben ( noch ganz geheim )

 

13. Gibt es bei Dir zur Weihnachtszeit irgendwelche „Traditionen“, die mit Deinem kreativen Beruf zu tun haben? Schreibst Du Freunden besonders schöne Weihnachtspost und verzierst sie mit Zeichnungen? Sehen Deine Plätzchen so toll aus, dass man sie am liebsten im Museum an die Wand hängen würde? Oder beeinflusst Dein Künstlersein diese Jahreszeit privat gar nicht?

Ja, Weihnachtspost ist etwas ganz besonderes. Vor ca. 20 Jahren habe ich beschlossen, zu Weihnachten immer eine Karte mit Engel zu illustrieren, weil ich Engel so gerne mag. Manchmal werden die Engel noch von einem Hund begleitet, so wie ich hier auch von meiner Hundedame unterstützt werde. ich mochte schon immer am liebsten illustrierte Adventskalender und hänge im Dezember mindestens einen davon auf. Außerdem muss ich zu Weihnachten unbedingt meinen Lieblingsfilm Mary Poppins anschauen. Mein zu Hause dekoriere ich total gern weihnachtlich, aber dezent. Kerzenlicht ist wichtig und Weihnachtsbaum schmücken dauert ewig, weil ich ganz genau schaue, wo was hängt, soll ja alles harmonisch aussehen.

 

14. Hörst Du in der Weihnachtszeit auch Weihnachtsmusik beim Zeichnen? Oder geht das gar nicht? 😉

Beim Zeichnen höre ich ganz viel Musik, Jazz, Klassik, Chilliges und in der Weihnachtszeit gern auch die klassischen amerikanischen Weihnachtslieder, Barbara Streisand, Till Brönner u.a., aber nicht in Dauerschleife.

 

54. Wenn Du einen Wunsch vom Weihnachtsmann frei hättest, was würdest Du als in Deinem beruflichen Kontext als Illustrator gerne noch (oder noch besser) können?

Ich hätte gern Zeit und die passende Ausrüstung, mich mehr mit digitalem Illustrieren zu beschäftigen.

 

16. Gibt es berufliche Ideen, Projekte in der nahen Zukunft, von denen Du uns schon erzählen möchtest/darfst? Wofür brennst Du beruflich gerade?

Das kommende Jahr ist voll mit Aufträgen, aber da darf ich noch nichts von verraten. Gerade arbeite ich an einer kleinen Pappbilderbuchreihe. Ansonsten würde ich mittlerweile auch gern mal für Erwachsene illustrieren, etwas Philosophisches, ein Geschenkbuch… vielleicht ließt das ja jetzt der Weihnachtsmann 😉
Danke fürs Lesen und Euer Interesse an meiner Arbeit. Ich wünsche Euch allen eine zauberhafte und besinnliche Weihnachtszeit!

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Interview mit der lieben Sabine Sauter – Kreative Kollegen kreieren koolen Kram – Weihnachtspsezial

 

Sabine Sauter illustriert so süße Kinderbücher und entwickelt bei Ihrem Selfpublisher-Label „Spinnlabor“ sogar eigene Bücher für Kinder. Also sehr interessant, was Sabine so kreativ erschafft und da habe ich sie einfach gefragt, ob Sie mir nicht auch für ein Interview bereit wäre und hier ist das tolle Interview mit Ihr. 🙂 Viel Spaß beim Lesen! 🙂

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

Hallo, ich bin Sabine Sauter (illubine) und ich bin Kinderbuch Illustratorin

 

2. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Bei mir „fluppt“ es tatsächlich immer morgens, wenn meine Kinder aus dem Haus sind, ich mit dem Hund draußen war und beim 2ten Kaffee dann zur ruhe komme. Wenn es mal mit der Kreativität hakt, dann höre ich mir Podcasts an, hole mir Inspiration auf Pinterest oder stöbere ich Büchern.

 

3. Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Die beste Inspirationsplattform ist tatsächlich für mich Pinterest. Oder auch die Natur, einfach nach draußen gehen und den Gedanken freien Lauf lassen 😉

 

4. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten;) ). Welche hast Du? Puh, ich habe viele Macken 😉

hihi. Beim Arbeiten bin ich ziemlich ungeduldig, es muss schnell gehen, ich mag es überhaupt nicht Dinge aufzuschieben, da muss ich noch lernen mich besser zu organisieren, denn wenn der Terminplan so voll ist dann geht eben nicht immer alles schnell und sofort. Ich dann immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich Menschen vertrösten muss.

 

5. Verbreitest Du in der Regal kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

Wenn ich mitten in einem Projekt bin, dann herrscht bei mir absolutes Chaos. Ich denke das brauche ich auch irgendwie um kreativ zu sein und mich da voll und ganz zu konzentrieren. Aber wenn ein Projekt abgeschlossen ist, dann wird groß aufgeräumt und auch alles im PC archiviert um wieder Ordnung zu schaffen für neues.

 

6. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Als ich noch mit Acrylfarben gemalt habe, habe ich ziemlich oft den Pinsel in den Kaffee getunkt…. Gott sei Dank ist mir das mit meinem digitalen Zeichenstift noch nie passiert 😉

 

7. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Dass ich mein eigener „Chef“ bin 😉 ich, wenn ich will im Abendkleid oder im Schlafanzug am Schreibtisch sitzen kann und es niemanden interessiert 😉 Auch, dass ich mir die Zeit einteilen kann und zuhause arbeite, mit Kindern ist sowas immer toll.

 

8. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Nicht nach rechts und links schauen sondern sich auf sich selbst zu konzentrieren, täglich was dazu lernen, nie aufgeben!

 

9. Wenn Du selber Illustrator/in bist, auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich mache von Bilderbuch – Jugendbuch alles. Ob Malbuch, oder Postkarte, alles was Spaß macht. Aber ich wachse mit meinen Kindern. Früher habe ich sehr oft Bilderbuchillustrationen gemacht, je älter meine Kinder werden, desto mehr interessiere ich mich dann auch für ihre Zielgruppe.

 

10. Mit welchen Materialien arbeitest Du?

Ich arbeite digital mit einem Wacom Cintiq 24 HD und Photoshop. Manchmal erstelle ich meine Skizzen aber auch unterwegs oder auf dem Sofa mit dem IPad und Procreate.

 

11. Und da dies ein Weihnachtsspecial ist, dürfen natürlich ein paar Fragen zu diesem Thema auch nicht fehlen. 😉 Hast Du schon einmal ein Projekt zum Thema Weihnachten illustriert? Wenn ja, welches? Was waren die Herausforderungen dabei?

Weihnachtsbücher habe ich schon ein paar Illustriert, jedoch waren das private Autoren oder kleinere Verlage. Bei einem Projekt hatte das Buch erst noch keinen Text, da wurde der Text auf meine Bilder aufgebaut, das war eine Herausforderung aber eher für den Autor 😉

 

12. Welches Projekt zum Thema Winter oder Weihnachten hast Du schon einmal illustriert oder würdest Du gerne mal illustrieren?

Ich habe für ein Weihnachts Kindertheaterstück ein Buchcover gestaltet, das hat viel Spaß gemacht.

 

13. Gibt es bei Dir zur Weihnachtszeit irgendwelche „Traditionen“, die mit Deinem kreativen Beruf zu tun haben? Schreibst Du Freunden besonders schöne Weihnachtspost und verzierst sie mit Zeichnungen? Sehen Deine Plätzchen so toll aus, dass man sie am liebsten im Museum an die Wand hängen würde? Oder beeinflusst Dein Künstlersein diese Jahreszeit privat gar nicht?

Ich verschicke jedes Jahr eine digitale Weihnachtskarte mit einer Illustration. Da überlege ich mir jedes Jahr ein lustiges Motiv. Diese Karten gehen an all meine Kunden und Lektoren.

 

14. Hörst Du in der Weihnachtszeit auch Weihnachtsmusik beim Zeichnen? Oder geht das gar nicht? 😉

Musik höre ich beim Arbeiten nicht, denn sonst muss ich mitwackeln und dann werden meine Zeichnungen schief 😉 Aber ich höre viele Hörspiele oder Podcasts, gerne eine tolle Weihnachtsgeschichte.

 

15. Wenn Du einen Wunsch vom Weihnachtsmann frei hättest, was würdest Du als in Deinem beruflichen Kontext als Illustrator gerne noch (oder noch besser) können?

Auf jeden Fall perspektivisches Zeichnen.

 

16. Gibt es berufliche Ideen, Projekte in der nahen Zukunft, von denen Du uns schon erzählen möchtest/darfst? Wofür brennst Du beruflich gerade?

Da gibt es einige, aber von den Verlagsprojekten darf ich noch gar nichts erzählen ;-(
Ansonten mache ich ja auch vieles im Selfpublishing, im Spinnlabor! Da wird im kommenden Jahr auch einiges passieren, da wir viele Projekte geplant haben. Das wird aber eine Überraschung 😉

Schau mal bei Sabine vorbei:

Instagram: @illubine
www.illubine.de (Website als Illustratorin)
www.spinnlabor.de ( Website Selfpublishing)

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Julia Reyelt im Interview

 

Julia Reyelt illustriert nicht nur wunderbare Kinderbuchcharaktere, sondern ist auch eine ganz nette Kollegin. Schön, dass es mit dem Interview geklappt hat, aber les´selber, es wird Dir viel Spaß machen. 🙂

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

Hallo, ich bin Julia Reyelt, freiberufliche Illustratorin und liebe es, Charaktere für Bilder- und Kinderbücher zu gestalten.

 

2. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Ich lasse mich gerne mal treiben. Schaue mir viel an, lasse mich inspirieren. Dann nehme ich ein Blatt Papier zur Hand und skizziere vor mich hin. Die Besten Einfälle entstehen in Bewegung wie zum Beispiel beim Radfahren oder bei alltäglichen Dingen. Gerne auch beim Vor-mich-hin-träumen.

 

3. Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Meine größte Inspirationsquelle, na klar, ist meine Familie. Sie sind mein direktes Umfeld. Dazu liebe ich es, in der Natur zu sein und entdecke hier und da ein Tierchen, das ich gerne mal in einer Illustration umsetze. Und ich stöbere liebend gerne in Bilderbücher.

 

4. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten 😉 ). Welche hast Du?

Meine Macke? Mh, ich will immer so viel auf einmal. Dann verzettel ich mich. Dadurch entsteht vieles spontan, was ich widerum gut finde.

 

5. Verbreitest Du in der Regal kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

Ich habe einen etwas verkramten Schreibtisch. Die Notizen und Skizzen liegen in der kreativen Phase auf meinem Schreibtisch zerstreut herum. Irgendwie gehört das Chaos bei mir zum Kreativprozess dazu. Wenn ich mir jedesmal Gedanken um die Ordnung mache, kommt nichts zustande.
Mittlerweile bin ich aber zu ein bisschen mehr Ordnung gezwungen, da sich mein Kleiner immer wieder mal einen Zettel „borgt“. Am Ende habe ich es aber auch gerne geordnet 😉

 

6. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Ich hatte vor kurzem eine Superhelden-Biene illustriert. Dann fiel mir auf, dass ich sie vermenschlicht hatte und machte mir Gedanken zur tatsächlichen Optik der Biene. Wieviele Beine hat eigentlich eine Biene und wieviele Flügel? Sie haben sechs Beine und vier Flügel. Mh, dann habe ich mich kurz geärgert. Weil ich mich wieder vorher nicht informiert habe.
Fazit: für die Aussage, die ich mit der Biene sichtbar machen wollte, ist sie so genau richtig. Es ging darum zu zeigen, dass Bienen wahre Helden sind, sie tun so viel für uns.

 

7. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Die genzenlose Phantasie, alles ist möglich. Man kann Bienen zu Superhelden, Elefanten mit Herzohren und eine Giraffe auf einem Skateboard zeichnen. Dabei entsteht große Freude, die das Zeichnen zu einem Suchtfaktor macht! Ich kann nicht ohne. Hab das mal drei Monate ausprobiert. Danach wusste ich, das ich illustrieren muss, um glücklich zu sein.

 

8. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Was lange wird, wird gut!
Ich illustriere seit 2008 fast täglich. Ich habe mich entwickelt und wusste, dass ich noch einen langen Weg vor mir hatte. Erst jetzt, 2019, kann ich sagen, ich verdiene mit meiner Kunst meinen Lebensunterhalt.

 

9. Wenn Du selber Illustrator/in bist, auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich entwerfe niedliche, phantasievolle Charaktere, meist Tiere für Bilderbücher. Oder Sympathieträger, auch mal im Comicstil, für den Tierschutz oder für Unter-nehmen, um auf Dinge aufmerksam zu machen.

 

10. Gibt es berufliche Ideen, Projekte in der nahen Zukunft, von denen Du uns schon erzählen möchtest/darfst? Wofür brennst Du beruflich gerade?

Ja, ich habe bereits einen Vertrag bei einem Verlag unterschrieben. Somit hat sich bereits ein Traum/Ziel von mir erfüllt.

 

Lieben Dank an Julia Reyelt für dieses tolle Interview. Nächsten Monat erscheint eine neue Folge. 🙂

Links (Werbung)

Webseite von Julia – www.juliareyelt.de

Instagram – @julia_reyelt

Facebook – www.facebook.com/juliareyelt/

 

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Folge 3 – Sandy Thissen

Kreative Kollegen kreieren coolen Kram – Folge 3 – Sandy Thissen

Sandy Thissen im Interview

 

Sandy Thissen ist nicht nur eine total liebe Illustrationskollegin, sondern illustriert auch wunderbar süße Kinderbücher. Ich bin so froh, dass das mit dem Interview geklappt hat, aber les´selber. 🙂

1. Vielleicht stellst Du Dich selber noch einmal kurz vor und erzählst meinen Lesern was Du beruflich machst?

 

Tach auch! Ich bin Sandy aus dem schönen Ruhrpott und bin Illustratorin von Beruf. Ich illustriere hauptsächlich Kinderbücher, Spiele und Kinderprodukte. Außerdem bin ich noch Mama von zwei Kindern, Basteltante, Blogger, Konzertjunkie, Seriengucker, Kritzelwütig, Naturfreund und totaler Kindskopf.

 

 

 

 

2. Ohne Kreativität geht es in diesem Beruf ja nicht ;), aber wann sprudelt die Kreativität so richtig bei Dir? Was hilft Dir dabei kreativ zu arbeiten?

Das ist dann wohl der Moment in dem ich ein Briefing bekomme, in dem steht, was genau ich illustrieren soll. Bei Büchern gibt es ja meist eine tolle Geschichte und da kann ich dann meiner Fantasie und meiner Kreativität freien lauf lassen. Besonders viel Spaß macht es dann kleine Randfiguren zu erfinden, die immer wieder in den Büchern auftauchen. Häufig ist das bei mir eine kleine Spinne namens Egon.

 

3. Woraus schöpft Du Inspiration für neue berufliche Ideen?

Das ist ganz unterschiedlich. Durch meine Kinder lese ich selbst seeehr viele Kinderbücher die als tolle Inspirationsquelle dienen. Aber auch der Alltag mit den Kids kann inspirierend sein und allgemein seine Umwelt ein wenig zu beobachten. Eine tolle und schnelle Quelle bietet immer Pinterest. Dort findet man wirklich tausende tolle Bilder und kommt dann selbst auf ganz neue Wege und Ideen.

 

4. Ganz ehrlich, die meisten kreativen Leute haben eine kleine Macke (zumindest beim Arbeiten 😉 ). Welche hast Du?

Ich trinke beim arbeiten gern literweise Tee, singe schief und verbreite totales Chaos. Außerdem presse ich immer meine Lippen zusammen wenn ich konzentriert bin. Das hab ich als Kind schon gemacht.

 

5. Verbreitest Du in der Regal kreatives Chaos oder ist Dir Ordnung am Arbeitsplatz lieber? Wie arbeitest Du am liebsten?

Am liebsten ist mir natürlich Ordnung beim Arbeiten, aber irgendwie will die nie so ganz bei mir einziehen. Wir haben uns mittlerweile miteinander arangiert, das Choas und ich 😉

 

6. Manchmal passieren einem als Kreativer ja die kuriosesten Dinge. Was ist Dir schon einmal beruflich passiert, wo Du gedacht hast: „Das passiert mir gerade auch nur, weil ich eben diesen Beruf habe!“.

Nicht direkt kurios, aber in meinem ersten Buch ging es um einen Junge der aufs Töpfchen geht. Am Ende sollte dann auch was im Töpfchen drin sein. Im Briefing stand dann ich solle einen „dezenten Pipi-Kacka-See“ zeichnen. Das fand ich schon ziemlich lustig und ist sicher etwas, was einem in anderen Berufen nicht unter kommt.

 

7. Was liebst Du an Deinem Beruf?

Erstens: Das Zeichnen! Ich liebe es einfach und kann mir absolut nichts schöneres vorstellen als mein Geld mit meiner Leidenschaft zu verdienen. Zweitens: die Flexibilität. Ob ich im Büro, auf dem Sofa oder im Garten arbeite, morgens, mittags oder spät abends ist mir komplett überlassen.

 

8. Welchen Tipp würdest Du anderen Kreativen geben, der für Dich gold wert war?

Zwei Dinge! Erstens: Den Spruch „better done than perfect“. Denn genauso ist es. Ich fahre meist besser damit einfach zu machen, Projekte und Zeichnungen anzugehen, als stundenlang nach dem „perfekten“ Weg zu suchen und noch zehn mal zu korrigieren. Also einfach mal auf den Bauch hören, statt aufs Hirn.

Zweitens: Die Dinge laut aussprechen und dann einfach machen. Es kann tatsächlich nichts schlimmes dabei passieren. Im Gegenteil. Seit ich angefangen habe Dinge, die schon lang in mir waren, endlich auszusprechen habe ich fast ausschließlich positive Reaktionen bekommen. Also einfach trauen und MACHEN!

 

9. Wenn Du selber Illustrator/in bist, auf welche Illustrationen hast Du Dich spezialisiert und wieso?

Ich illustriere hauptsächlich Kinderbücher, Spiele und Kinderprodukte. Dabei sind meine Bilder meist niedlich und süß, aber immer mit einem gewissen Witz und einer Portion frechem Grinsen.

 

10. Gibt es berufliche Ideen, Projekte in der nahen Zukunft, von denen Du uns schon erzählen möchtest/darfst? Wofür brennst Du beruflich gerade?

Da ich den Beruf erst seit 2018 richtig ausführe, ist es für mich das größte so viele Projekte zu machen wie ich schaffe. Egal ob Buch, Spiel oder Rätselblock. Alles macht wahnsinnig viel Spaß. Da ich hautsächlich für Verlage arbeite, darf ich leider noch nix verraten.

Lieben Dank an Sandy Thissen für dieses tolle Interview. Nächsten Monat erscheint eine neue Folge. 🙂

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Webseite von Sandy – www.sandy-thissen.de

Instagram – @sandythissen

Facebook – @sandythissen.de

Pinterest: – @sandythissen

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